Toni und Katrin's  Landimkerei

*Erhaltungszucht Dunkle Biene*

 

Herzlich Willkommen in unserer Imkerei!

 


 

Märkte & Veranstaltungen 

Zurzeit entfallen alle Veranstaltungen, auf denen wir normalerweise anzutreffen sind. Auch die Bauernmarktmeile 2020 wurde bereits abgesagt.

Sobald es neue Termine gibt, veröffentlichen wir diese hier.

 Von Artenvielfalt und Patenschaften...

Da wir immer öfter angesprochen werden, wie wir zu diversen Bienen-Rettungsaktionen, Blühprogrammen, Patenschaften und Artenschutz stehen, möchten wir uns an dieser Stelle gerne mal die Zeit nehmen, uns etwas ausführlicher zu äußern.

Eins vorweg: Artenschutz ist uns ein wichtiges Anliegen. Unser Bienengarten ist vor allem unseren heimischen Insekten, Vögeln, Säugetieren und Reptilien gewidmet – wir verzichten auf viel Fläche, um Lebensräume zu erhalten bzw. zu schaffen. Chemie jeglicher Art ist natürlich ein Tabu – angefangen vom Schneckenkorn bis hin zu einschlägigen Unkrautvernichtern. Von „wilden Ecken“ zu sprechen wäre eine Untertreibung und bei Neupflanzungen berücksichtigen wir ausschließlich heimische Arten. Wir geben uns viel Mühe, jedem Tierchen seine Nische zu geben.

Und noch etwas vorweg: Wir möchten nicht nur meckern und bestehende Programme schlecht reden – ist ja alles gut gemeint. Aber wir möchten, dass Maßnahmen sinnvoll und wirksam sind. Mehr dazu später im Text.

Warum bieten wir keine Patenschaften an?

Ganz offen gesprochen – wozu? Klar, es ist nett, das Gefühl zu haben, ein „Bienenretter“ zu sein und als Dank Honig und eine Urkunde zu erhalten. Aber: Wir hätten deshalb nicht mehr Bienenvölker, als die, um die wir uns ohnehin kümmern. Für die Natur und das ökologische Gleichgewicht macht eine Patenschaft keinen Unterschied. Wer gerne mal einen Blick in ein Bienenvolk werfen will, kann uns auch einfach fragen…

Was halten wir von Blühstreifen an Straßen, Autobahnen oder auf Verkehrsinseln?

Kurz und schmerzlos: Nix! Wir sollten die Insekten nicht in Richtung Windschutzscheibe lenken. Und wir wollen ja auch nichts essen, was an der Straße gewachsen ist. Warum also sollte der Straßenrand ein prima Platz für Nektarpflanzen sein? Viele Blühmischungen enthalten übrigens kaum heimische Arten und bringen vielen unserer teilweise sehr spezialisierten Wildbienen nichts.

Was macht unserer Meinung nach Sinn?

Wer tatsächlich etwas für den Artenschutz tun möchte, hat viele Möglichkeiten, aktiv zu werden.

Wichtig: Jeder Einzelne trägt Verantwortung. Im Rathaus für den Artenschutz unterschreiben und danach in den Discounter zum Einkaufen fahren, macht einfach keinen Sinn.

Das Thema ist sehr komplex, deshalb folgendes bitte nur als Ideensammlung verstehen:

-         Regional und saisonal einkaufen. Auch wenn es aufwändiger ist und mehr kostet – die meisten Billiglebensmittel vom Discounter wurden genau unter den Bedingungen produziert, die unseren Insekten das Leben schwer machen.

-         Keine Gifte jeglicher Art im Garten. In unserem ökologischen Netz ist alles miteinander verbunden und teilweise können wir uns gar nicht vorstellen, wer alles Schaden davon nimmt.

-         Wilde Naturgärten! Wildkräuter, Totholz- oder Steinhaufen – so viele Arten werden sich darüber freuen! Übertriebener Ordnungssinn, Golfrasen und exotische Pflanzen machen im Garten kein Tier froh.

-         Was uns freuen würde: Kein Verkauf von Giften an Privatpersonen. Egal ob Ameisenköder (ja, auch das sind Insekten!...), Unkrautvernichter oder andere Insektizide und Fungizide – in ungeschulten Händen einfach eine große Gefahr.   

-         Heimische Pflanzen! Auch bei Bienenmischungen darauf achten – oft sind kaum heimische Arten vertreten. Dann kann man zwar die wenig spezialisierten Honigbienen und ein paar Hummelarten beobachten, aber viele Wildbienen, Schmetterlinge etc. brauchen heimische Arten wie Labkraut, Wiesenschaumkraut, Seifenkraut usw.

-         Ganz wichtig: Zum ökologischen Gleichgewicht gehören alle unsere heimischen Arten – jeder Käfer, jeder Wurm, jeder Vogel, jede Eidechse undsoweiterundsofort – mit dem Schutz der Honigbiene alleine ist es nicht getan. Und die hat ja immerhin schonmal den Imker zur Unterstützung 😉



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